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Gebrauchtwagen Privatkauf: was gilt es zu beachten?

Im Vergleich zum Autokauf beim Händler kann man eine Menge Geld sparen, wenn man das Auto stattdessen von privat kauft, denn natürlich will ein Autohändler auch noch etwas daran verdienen, wenn er ein Auto weiterverkauft. Dafür ist ein Privatkauf immer mit mehr Risiken verbunden. Der Verkäufer ist in der Regel unbekannt. Woher soll man also wissen, worauf man sich hier einlässt und ob das Gegenüber wirklich ehrlich ist? Oft weiß der private Käufer selbst nicht in welchem Zustand sich sein Fahrzeug befindet. Woher auch, schließlich ist er kein KFZ-Mechaniker. Allerdings sind auch nicht alle Autohändler seriös.

Deswegen kann es durchaus von Vorteil sein, das Auto von privat zu kaufen. Man sollte dabei aber unbedingt ein paar Dinge beachten.

 

Gebrauchtwagen Privatkauf: Recherche und Preisvergleich

Zuallererst ist es wichtig, dass man sich klar darüber wird, wie viel Geld man ausgeben will, wie alt der Gebrauchtwagen maximal sein soll, wie viele Kilometer er höchstens haben darf und welche Ausstattung unbedingt dabei sein muss.

Wenn die Rahmenbedingungen erst mal stehen, kann die Suche beginnen. Am naheliegendsten ist es, hier die gängigen Autoplattformen im Internet zu nutzen. Darüber hinaus ist es auch möglich, in regionalen Zeitungen oder in der Tageszeitung nach Privatverkäufen Ausschau zu halten.

 

Worauf achten beim Gebrauchtwagen Inserat?

Ein paar Aspekte gibt es, auf die man bereits bei der Anzeige achten sollte. Im Idealfall ist das Auto unfallfrei, scheckheftgepflegt und es gibt detaillierte Fotos, auch von eventuellen Schäden. Sicherlich ist auch ein gerade erst erfolgte Hauptuntersuchung und damit eine noch länger gültige TÜV Plakette ein gutes Argument.

Erfahrungsgemäß sind Gebrauchte über die Sommermonate, also von Juni bis August besonders günstig zu haben, die Preise ziehen dann im Oktober etwas an.

 

Gebrauchtwagen Privatkauf: Probefahrt und Besichtigung

Ist ein interessantes Modell gefunden, wird ein Termin zur Probefahrt und Besichtigung vereinbart. Wer sich mit Autos nicht auskennt, sollte, sofern möglich, jemanden aus dem Freundes- oder Verwandtenkreis mitnehmen, der mit der Materie vertraut ist. Als Laie ist es ausgesprochen schwierig, den Zustand eines Fahrzeugs vernünftig zu beurteilen.

In jedem Fall sollte man das Auto tagsüber besichtigen. Bei der Besichtigung dürfen Fragen wie der Grund nach dem Verkauf, eventuelle Schäden oder Mängel nicht vergessen werden.

Außerdem sollte sich der Kaufinteressent sowohl den TÜV Bericht als auch das Serviceheft zeigen lassen.

 

Worauf muss man beim Fahrzeug achten?

Das Fahrzeug sollte man sich in aller Ruhe ansehen. Wie ist der Gesamteindruck von außen und innen? Wirkt das Fahrzeug gepflegt? Sind irgendwo versteckte Roststellen vorhanden? Gibt es Dellen, Schrammen oder andere Beschädigungen? Ist das Glas überall intakt? Haben Bremsbeläge oder Bremsscheiben sichtbare Riefen? Tritt Flüssigkeit aus? Ist der Zahnriemen spröde oder rissig? Anschließend sollte man prüfen, ob die Beleuchtung und die gesamte Elektronik funktioniert.

 

Die Probefahrt

Bei der Probefahrt ist eine Fahrt um den Block nicht ausreichend. Am besten sollte man hierfür eine Autofahrt auf der Autobahn und einer Landstraße unternehmen.

 

Kennzeichen Direkt Privatkauf Probefahrt

Bei der Probefahrt sollte man immer auf die Autobahn fahren

Hier sollte man darauf achten, dass die Gänge leicht einzulegen sind, dass das Auto auf gerader Straße, wenn man das Lenkrad loslässt, geradeaus weiterfährt und dass das Fahrzeug beim Bremsen weder nach rechts noch nach links zieht. Außerdem sollte man auf Klapper- oder Brummgeräusche achten. Sinnvoll ist es auch, enge Kurven bis zum Lenkanschlag zu fahren und darauf zu achten, ob irgendwelche Geräusche hörbar sind.

Wer sich unsicher ist, sollte das Fahrzeug von einer unabhängigen Stelle checken lassen. Dafür muss man mit ca. 50 bis 150 Euro rechnen, im Zweifelsfall sicher gut investiertes Geld.

 

Der Kaufvertrag beim Privatkauf

Ohne Kaufvertrag sollte man niemals ein Auto kaufen! Kaufverträge können problemlos im Internet heruntergeladen werden. Folgende Bestandteile sollten dabei enthalten sein: sämtliche Angaben zum Käufer und zum Verkäufer (am besten mit Ausweiskopie), genau Angaben zum Fahrzeug, der vereinbarte Kaufpreis, Mängel und Schäden, Zubehör, übergebene Unterlagen, mündlich getroffene Vereinbarungen sowie Ort, Datum und Unterschriften beider Parteien. KFZ Formulare als Vordrucke findet ihr zum Beispiel beim ADAC.

Wer eine Auto von privat kauft, muss sich darauf einstellen, dass eine Barzahlung üblich ist – Anzahlungen hingegen sollte man besser nicht leisten.

Außerdem sollte geregelt werden, ob das Auto weiterhin bis zur Ummeldung angemeldet bleibt. So oder so ist der erste Gang der zur Zulassungsstelle, bei der der KFZ Halterwechsel beantragt wird.

Ist der Kaufvertrag geschlossen und das Fahrzeug bezahlt, sollte der Käufer eine Quittung über die Bezahlung aushändigen und natürlich sowohl den KFZ Brief als auch den Fahrzeugschein.

 

 

Rechtliche Aspekte des privaten Autokaufs

Wer ein Auto von privat kauft, hat dabei ein paar rechtliche Nachteile. Ein privater Verkäufer kann eine Sachmängelhaftung ausschließen. Es ist rechtmäßig, wenn der Verkäufer dies im Vertrag aufnimmt. Anders sieht es aus, wenn der Verkäufer bewusst einen Mangel verschweigt, der ihm bekannt ist. Zum einen hätte der Käufer dann das Recht, vom Vertrag zurückzutreten und zum anderen wird dies rechtlich als Betrug gewertet. Schwierig ist hierbei nur nachzuweisen, dass der Mangel wirklich bekannt war. Bei einem Laien ist das gar nicht so einfach.

 

 

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